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Was hilft gegen Schnarchen?

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Sie sind müde und wollen einfach nur schlafen – können aber nicht, weil der Partner mal wieder allzu laute grunzende, flatternde oder rumpelnde Geräusche im Bett von sich gibt, die sogar die Dezibelzahl von Straßenlärm erreichen können. Wer kennt das nicht? Viele stellen sich dann die Frage: Was hilft gegen Schnarchen?

Mögliche Ursachen für Schnarchgeräusche

Schnarchen entsteht dann, wenn die während des Schlafens erschlafften anatomischen Strukturen wie Gaumensegel und Zäpfchen durch den umgebenden Luftstrom in Schwingung gebracht werden. Teilweise bewegen sich auch Zungengrund und Rachen beim Atmen mit. Dadurch ergeben sich flatternde oder manchmal grunzende Geräusche.

Moegliche Ursachen fuer Schnarchgeraeusche
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Meist entstehen diese Laute durch eine Verengung der oberen Atemwege, wodurch der Druck im Rachenraum sinkt und die Strömungsgeschwindigkeit der eingeatmeten Luft steigt.

Für Schnarchgeräusche können verschiedene Gründe infrage kommen:

  • Krümmung der Nasenscheidewand
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Nasenpolypen
  • allergischer Schnupfen
  • Schnupfen
  • Gaumen- und Rachenmandelvergrößerung
  • Kieferfehlstellungen
  • Fettansammlung im Rachen durch Übergewicht
  • Ruhen in Rückenlage
  • schlafferes und weicheres Gewebe aufgrund fortgeschrittenen Lebensalters
  • übermäßiger Alkoholgenuss
  • Schlafmittel
  • Beruhigungsmittel
  • Psychopharmaka
  • eventuelle Verdickung der Schleimhäute durch Rauchen
  • Wechseljahre
  • Schwangerschaft
Anatomie der menschlichen Atemwege
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Welche Schnarcharten gibt es?

Nasales Schnarchen

Dieser Schnarchtyp gibt gleichmäßig flatterige, rumpelnde und grunzende Geräusche von sich. Manchmal klingt es auch wie das Pfeifen eines Wasserkessels. Es kommt häufig vor, dass die Atmung durch die Nase auch im Wachzustand beeinträchtigt ist und es manchmal Probleme mit der Nasenscheidewand gibt. Schnupfen und Allergien können diese Geräusche beim Schlafen ebenso auslösen. Die Betroffenen leiden zusätzlich an Kopfschmerzen, einem trocknen Mund oder an Mundgeruch.

Mundschnarcher

Dieser Typ schnarcht mit rumpelnden, gleichmäßig schlagenden Geräuschen, die an ein schlaffes Segel im Wind erinnern. Die Geräusche treten unabhängig von der Schlafposition auf, da es eine Verengung des Gewebes am Mund-Rachen-Übergang gibt. Dabei wird das weiche Gewebe von der Atemluft in Schwingung versetzt.

Mundschnarcher
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Zungengrundschnarchen

Beim Zungengrundschnarchen entstehen schubweise Schnarchgeräusche, die teilweise höher sind als die typischen Laute, die beim Schnarchen zustande kommen. Das Zungengrundschnarchen tritt fast immer bei der Schlafposition in Rückenlage auf, da in diese Lage durch die erschlaffte Zungenmuskulatur der Zungengrund in den Rachen fällt. Dadurch wird der Atemweg blockiert. Es kann auch bei zurückgesetztem Kinn und bei einer sehr großen Zunge auftreten.

Schlafapnoe

Während herkömmliches Schnarchen dadurch entsteht, dass die Atemwege verengt und Atmen erschwert werden, kommt es bei der Apnoe bzw. Schlafapnoe gar zur vollständigen Aussetzung des Atmens. Diese Atempause wechselt sich immer wieder mit kräftigem Luftschnappen ab. Die entstehenden Schnarchgeräusche nehmen eine hohe Lautstärke zum Teil bis zu 90 Dezibel an. Diese Atemaussetzer können sich in der Nacht mehrmals wiederholen. Die Folgen sind gravierend. Nicht nur, dass durch diese Schlafstörungen an guten Schlaf nicht mehr zu denken ist und es am Folgetag zu drastischen Übermüdungen kommt – die Langzeitfolgen sind besonders verheerend.

Bei jeder Aussetzung des Atems kappt nämlich die Sauerstoffzufuhr. Mit der Zeit steigen die Gefahren von Bluthochdruck und Schlaganfällen.

Tritt etwa ein Hirschlag oder Infarkt während des Schlafens auf, kriegen die Betroffenen dies nicht mit und werden unter Umständen zum Pflegefall. Bei dieser Art des Schnarchens ist es also unabdingbar, einen Arzt aufzusuchen.

Was hilft gegen Schnarchen? Bewährte Maßnahmen gegen Schnarchen im Überblick

Es gibt viele mögliche Maßnahmen gegen Schnarchen – je nach Schnarchart bieten sich spezielle Optionen an. Zu diesen gehören:

Position des Kiefers korrigieren

Die zweithäufigste Ursache für Schnarchgeräusche ist das Erschlaffen der Zunge während des Schlafens. In der Rückenlage sinkt die Zunge nach hinten in den Rachen und löst Zungengrundschnarchen aus. Das lässt sich durch die leichte Verlagerung des Kiefers nach vorn beheben, zum Beispiel mit einer Antischnarchschiene.

Antiallergikerbettwäsche nutzen

Wer unter allergischem Schnupfen leidet, wie zum Beispiel aufgrund von Hausstaubmilbenallergie, für den ist es ratsam, antiallergische Bettwäsche zu nutzen. Sie verhindert, dass Sie mit Milben in Kontakt kommen, die sich gerne in der Matratze einnisten.

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Bequeme Seitenlage für eine ruhige Nacht

Viele Menschen finden die Schlafposition auf dem Rücken am bequemsten. Das fördert allerdings die lästigen Geräusche und Schlafstörungen. Deshalb ist die Seitenlage besser geeignet für eine ruhige Nacht und gesunden Schlaf. Damit die seitliche Position bleibt und Sie nicht auf den Bauch oder den Rücken rutschen, empfiehlt sich ein Seitenschläferkissen. Aufgrund der stützenden Wirkung wird garantiert, dass die Seitenlage bleibt und Sie nicht in eine andere Position verrutschen.

Seitenschlaeferkissen

Vor dem Schlafengehen keinen Alkohol trinken

Auch die Vermeidung von Alkohol am Abend kann Schnarchen verhindern. Ebenso sollte auf Schlaf- oder Beruhigungsmittel und Muskelrelaxanzien verzichtet werden. Ansonsten wird die Atemmuskulatur zusätzlich entspannt. Das führt ebenso zu Schnarchgeräuschen und Schlafstörungen. Der Verzicht auf zu viel Alkohol kann zudem mit einem weiteren Aspekt in Verbindung – den Abbau von Übergewicht. Neben ungesunden und fettigen Essen sind alkoholhaltige Getränke durchaus Dickmacher und ein hohes Körpergewicht blockiert die Atemwege.

Rachen- und Gaumenmuskulatur trainieren

Die Gaumen- und Rachenmuskulatur lässt sich gut mit Singen oder Musizieren trainieren. Zum Beispiel trainiert das Spielen eines Blasinstrumentes wie Trompete oder Posaune diese Muskeln sehr gut. Durch Singen werden sie ebenso gestrafft. Nicht zuletzt können Sie auch einfach ein Nasenpflaster verwenden, auch wenn dies alleine kein Allheilmittel ist.

Was hilft gegen Schnarchen? Maßnahmen gegen lärmenden Schlaf gibt es viele

Wie Sie sehen, lassen sich lästige Schnarchgeräusche schon mit einfachen Maßnahmen verhindern. Wenn Sie noch mehr für sich selbst tun möchten, sollten Sie darauf achten, dass Sie in Ihrem Schlafzimmer wirklich zur Ruhe kommen können. Unruhiger Schlaf mit lautstarkem Schnarchen kann ebenso durch Störfaktoren wie Licht und Lärm ausgelöst werden. Wo Sie aber auf jeden Fall aktiv werden müssen, ist, wenn sich herausstellt, dass Sie unter einer Schlafapnoe leiden. Denn diese ist nicht nur störend, sondern hochgradig gesundheitsgefährdend.

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Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine Apnoe vorliegt, dann setzen Sie sich mit Ihrem Hausarzt in Verbindung, der Sie an einen Facharzt überweist.