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Was zeichnet Tellerroste aus und für wen sind sie geeignet?

Für unser tägliches Wohlbefinden ist erholsamer Schlaf sehr wichtig. Zu erholsamem Schlaf gehört neben der Matratze, dem Kissen und einer Bettdecke aus hochwertigen Materialien auch eine komfortable Unterfederung zum Bett, die Verspannungen und Rückenschmerzen vorbeugt. Eine gute Basis für eine entspannte Nachtruhe ist ein Tellerrost. Aber wodurch zeichnet er sich aus und für wen ist er geeignet?

Was ist ein Tellerrost?

Ein Tellerrost, auch häufig Tellerlattenrost genannt, ist eine Unterfederung im Bett, bei der zum Teil vollständig auf Federholzleisten verzichtet wird. Diese Weiterentwicklung der Lattenroste entlastet Gelenke und Bandscheiben besonders gut aufgrund der enthaltenen kreisförmigen Module, die in alle Richtungen beweglich sind.

Hochwertige Modelle verfügen über 60 bis 70 oder sogar mehr Module.

Wie ist ein Tellerrost aufgebaut?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lattenrosten mit Leisten besitzt er mehrere kreisförmige Unterstützungsflächen, die sogenannten Teller. Je nach Modell sind ca. 5 bis 6 Tellermodule auf einer federnden Leiste nebeneinander angeordnet. Jeder Teller ist in seinem Zentrum mit einer Drehpunktlagerung befestigt, die es ihm ermöglicht, sich in jede Richtung zu bewegen. Bei vielen Modellen lässt sich die Härte durch Drehen der Teller einstellen.

Dank der kreisförmigen Module gibt es mehrere Auflagepunkte und der Rost kann sich besser als ein herkömmlicher Lattenrost dem menschlichen Körper anpassen. Darüber hinaus sind die Module bis zum Rand des Lattenrahmens befestigt und können sich aufgrund ihrer guten flächendeckenden Verteilung noch punktgenauer an alle Schlafpositionen anpassen und den Körper besser entlasten. Bei einem Lattenrost gibt es das nicht.

Die verschiedenen Tellerrostvarianten

Starrer Tellerrost

Diese Variante verfügt über einen starren Rahmen. Die einzelnen Module sind dennoch in alle Richtungen beweglich.

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Verstellbarer Tellerlattenrost

Manuell verstellbar

Manche Modelle ermöglichen, Fuß- und Kopfteil separat voneinander manuell zu verstellen, um den Körper beim Lesen oder anderen entspannenden Tätigkeiten in eine angenehme Liege- oder Sitzposition zu bringen.

Elektrisch verstellbar

Diese Variante bietet mit einer elektrisch betriebenen, stufenlosen Verstellung noch mehr Komfort, der besonders älteren Menschen das Leben erleichtert.

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Teller-Rollrost

Diese rollbare Variante besitzt Tellermodule auf Leisten, die sich teilweise mit dem Bett verschrauben lassen. Die Module sind jedoch nicht in alle Richtungen beweglich. Da der Rost zusammengerollt werden kann, ist er leicht zu transportieren und zu verstauen.

Hybridtellerrost

Bei dieser Variante werden Federleisten mit Tellern in einer bestimmten Einteilung kombiniert. Da sich die Tellermodule vor allem in Becken- und Schulterzone befinden, ist diese Variante perfekt für Seitenschläfer geeignet.

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Mehrzonentellerlattenrost

Diese Variante verfügt entweder über 7 oder 5 Zonen, in denen verschiedene Teller verbaut werden. Durch die Zonenbauweise gewährleistet der Rost einen anatomisch korrekten Liegekomfort.

Für wen eignen sich Tellerroste?

Im Grunde eignen sich Tellerroste für jede Schlafposition. Doch für Seitenschläfer und Menschen mit gesundheitlichen Problemen im Schulter- und Hüftbereich eignen sie sich besonders gut, da Hüfte und Schulter ergonomisch bedingt tiefer einsinken können und der Körper in den anderen Bereichen korrekt gestützt wird. So liegt die Wirbelsäule in der Seitenlage in einer geraden Linie (bei Blick auf den Rücken) und kann nicht abknicken. Ihre doppelte natürliche S-Form (bei seitlicher Betrachtung) bleibt dabei erhalten. Und wer sich im Schlaf viel bewegt und dementsprechend häufig bis zum Bettrand „wandert“, ist mit diesem Rost ebenso gut beraten, da hier die Druckentlastung bis zum Lattenrand wirkt.

Tellerroste eignen sich besonders gut fuer Seitenschlaefer
© Valua Vitaly / Fotolia.com

Kann ich alle Matratzentypen für einen Tellerlattenrost verwenden?

Der Rost harmoniert vor allem mit Matratzen, die eine punktgenaue Anpassungsfähigkeit aufweisen, wie zum Beispiel Latex-, Kaltschaum- und Viscoschaummatratzen. Bei Tellerlattenrosten mit Liegezonen sollte eine Matratze mit der gleichen Zonenanzahl verwendet werden. Federkernmatratzen sind weniger geeignet, da sie auf Tellerrosten ihre Wirkung nicht ausreichend entfalten können. Die Höhe der Matratze sollte eine Höhe von 25 cm jedoch nicht übersteigen, da dann die Wirkung der Module nicht mehr übertragen werden kann.

Zudem sollte aufgrund der extrem hohen Anpassungsfähigkeit des Rostes die Matratze einen höheren Härtegrad als sonst aufweisen.

Welche Vorteile bieten Tellerroste?

Ein wesentlicher Vorteil, den die Roste zeigen, ist ihre punktgenaue Anpassungsfähigkeit in allen Schlafpositionen. Das wird durch die in alle Richtungen beweglichen Tellerelemente möglich. Ebenso durch die abfedernden Leisten, auf die sie angebracht sind. Hier wird nicht einfach nur der Körper abgefedert, sondern punktgenau an den Bandscheiben, der Hüfte und den Gelenken entlastet, während der Rest des Körpers gut gestützt wird. Gleichzeitig wird die Wirbelsäule anatomisch korrekt ausgerichtet. Das beugt Verspannungen vor, sorgt für Regeneration, bessere Durchblutung und einen erholsamen und gesunden Schlaf.

tempur-flex-tellerrostDarüber hinaus wirkt der punktgenaue Anpassungseffekt bis an den äußeren Rand des Rostes, sodass in diesem Bereich kein hartes Liegegefühl entsteht. Ein hartes Liegegefühl in diesem Bereich entsteht zum Beispiel häufig bei Verwendung von zwei herkömmlichen Lattenrosten in einem Doppelbett. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht in der hohen Luftzirkulation, den die Roste bieten. Damit wird nicht nur die Matratze, sondern das gesamte Bett gut durchlüftet. Eine hohe Luftzirkulation ist sehr wichtig, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Gibt es auch Nachteile?

Nachteilig ist der hohe Preis im Gegensatz zu einem normalen Lattenrost. Darüber hinaus ist nicht jede Matratze für den Rost geeignet. Wer sich einen Rost mit Tellermodulen anschaffen möchte und eine Federkernmatratze besitzt, muss sich eine dementsprechend passende Matratze anschaffen.

Was ist besser: Lattenrost oder Tellerlattenrost?

Welcher Rost besser ist, das kann nur sehr individuell entschieden werden, da jeder Mensch anders ist und dementsprechend auch anders schläft. Tellerroste können punktuell nachgeben, Lattenroste nicht. Wer sich unsicher ist, wie er Unterfederung und Matratze für sein Bett am besten kombiniert, dem steht unser geschultes Fachpersonal gerne für eine ausführliche Beratung zur Verfügung.