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Lattenrost einstellen

« Tipps für den ergonomisch richtigen Lattenrost »

Wer erholsam schlafen möchte, sollte Matratze und Rost richtig aufeinander abstimmen. Dafür ist ein verstellbarer Lattenrost am besten geeignet, denn nur mit einem auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Schlafsystem ist gesunder und regenerierender Schlaf möglich. Wie Sie den Lattenrost einstellen, erfahren Sie hier.

Wie funktionieren die Verschieberegler im Rost?

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Verschiebereglern, mit denen Sie einen Lattenrost einstellen können:

O-Schieber

Bei diesem Lattenrostsystem liegen die Holzleisten im Mittel- oder Beckenbereich eng übereinander. Von den beiden Leisten ist nur die obere direkt mit der Außenseite des Rahmens verbunden. Die untere Leiste hingegen ist durch einen O-förmigen Verstellschieber an der oberen festgeklemmt. Werden die Verstellregler nach außen geschoben, so versteifen sich die Holzleisten in ihrer Längsrichtung und werden fester, da sie dann unter Druck stehen. Werden sie in die Mitte geschoben, so werden die Leisten nachgiebiger und weicher.

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T-Schieber

Bei diesem System sind die übereinanderliegenden Leisten mit einem kleinen Abstand angebracht. Die T-förmigen Schieberegler befinden sich genau in dem von den Leisten gebildeten Zwischenraum. Hier verhält sich die Einstellung genau anders herum als bei Rost mit O-Schiebern. Werden die Schieberegler in die Mitte geschoben, versteifen sich die Holzleisten und das Lattengestell wird an dieser Stelle härter. Werden die Verstellschieber nach außen geschoben, dann stellen Sie eine flexible und weiche Liegefläche in diesem Bereich ein.

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Im Normalfall steht auf den Schiebern, in welche Richtung die Leisten weicher beziehungsweise härter werden.

Lattenrost richtig einstellen: Auf Schlafpositionen und individuelle Gegebenheiten abstimmen

Beim Einstellen des Lattenrosts sollten immer der Körperbau, das Gewicht und die Schlafposition des jeweiligen Schlafenden berücksichtigt werden. Besonders dort, wo das größte Gewicht ruht, kann mithilfe der Schieber eine Feinjustierung vorgenommen werden. Je höher das Körpergewicht ist, desto weiter müssen die Schieberegler nach außen (O-Schieber) oder innen (T-Schieber) geschoben werden. Auch die Schlafposition ist ein wichtiger Faktor, der Berücksichtigung finden muss. Während ein Bauchschläfer eine stärkere Stützfunktion benötigt, damit die Wirbelsäule nicht durchhängt, braucht ein Seitenschläfer eine weichere Schulterzone. Dazu ist ein Lattenrahmen notwendig, der im Bereich der Schulter und in der Mittelzone verstellbar ist.

Legen Sie sich am besten direkt auf das Lattengestell und lassen Sie Ihre Liegeposition während des Einstellens der Verschieberegler von einer anderen Person überprüfen.

Basiseinstellungen bei Lattenrahmen mit Doppelleisten

Rückenschläfer

Bei der Basiseinstellung für Rückenschläfer bilden die Verstellschieber des O-Systems ein V mit der Spitze zum Fußende. Das Becken sollte dabei auf der Spitze des Vs liegen. In diesem Bereich ist der Rahmen nachgiebig und weich. Personen mit höherem Körpergewicht schieben die Verstellregler einfach noch ein Stückchen nach außen. Damit erhält der Körper noch mehr Raum. Bei der Einstellung mit T-Schiebern zeigt die Spitze des Vs zum Kopfende. Im Bereich der Spitze ist die Liegefläche am härtesten.

Rueckenschlaefer
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Bauchschläfer

Für den Bauchschläfer sind Roste mit Mittelzonenverstärkung am besten geeignet. Die O-Verstellschieber werden alle nach außen geschoben. Damit erhält der Bauchschläfer mehr Stabilität, sodass die Wirbelsäule nicht durchhängt und kein Hohlkreuz bilden kann. Nutzen Bauchschläfer diese sogenannte Bauchschläferbrücke nicht, kann es zu starken Rückenschmerzen kommen. T-Schieber werden hingegen nach innen geschoben.

Bauchschlaefer
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Seitenschläfer

Seitenschläfer sollten unbedingt die Schulterzone am Lattenrost einstellen, vorausgesetzt der Lattenrahmen ist in diesem Bereich verstellbar. Die Basiseinstellung mit O-Schiebern in der Mittelzone bildet ein V, während die Regler der Leisten im Schulterbereich zusammengeschoben werden, um eine weiche Zone zu bilden. Die Schultern sollten gut einsinken und entspannen können. Seitenschläfer achten am besten bei der Neuanschaffung eines Lattenrosts auf eine einstellbare Schulterzone. Ist der Rahmen jedoch nicht in diesem Bereich verstellbar, so sollte er besonders weiche Federleisten in der Schulterpartie besitzen.

Seitenschlaefer
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Wechselschläfer (Rücken und Seite)

Die meisten Menschen schlafen auf dem Rücken und auf der Seite, wobei die bequeme Lage auf der Seite meist zum Einschlafen genutzt wird. Um den Lattenrost richtig einstellen zu können, verlangt es hierbei etwas Fingerspitzengefühl. Die Schulterzone sollte für die Seitenlage weich sein, während die Wirbelsäule besonders in der Rückenlage stabilisiert werden muss. In diesem Fall wird die Schulterzone weich eingestellt, während die oberen Spitzen des Vs bei O-Schiebern leicht nach innen verschoben werden können. Für die empfindliche Schulterzone kann zusätzlich ein entsprechendes Seitenschläferkissen helfen. In der Seitenlage sollte letztendlich die Wirbelsäule eine gerade Linie einnehmen, die beim Scheitel beginnt und beim Becken endet. Ein Lattenrahmen mit Schulterkomfortzone ist für diese Schlafposition am besten geeignet.

Wechselschlaefer
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Menschen mit Bandscheiben- und Lendenwirbelbeschwerden

Wer für seinen belasteten Rücken im Liegen mehr Stabilität benötigt und besonders im Schlaf nach Entlastung im Lendenwirbelbereich sucht, der sollte sein Lattengestell besonders korrekt einstellen. Bei O-Schiebern werden die unteren drei Regler als V angeordnet und die drei oberen ganz nach außen geschoben. Damit wird der Rücken gut entlastet und gleichzeitig stabilisiert. T-Regler bilden ein abgerundetes V mit der Spitze nach oben.

Menschen mit Bandscheiben- und Lendenwirbelbeschwerden
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Menschen mit Hohlkreuz

Besonders bei Hohlkreuz lässt sich der Lattenrost so einstellen, dass das Becken einsinken darf, während der Bereich oberhalb und unterhalb des Beckens eine gute Stützung erfährt. Bei O-Schiebern befinden sich für diese Einstellung die mittleren beiden Schieber ganz innen, die beiden oberen mittig und die beiden unteren ganz außen.

Menschen mit Hohlkreuz
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Lattenroste in der Höhe einstellen

Es gibt auch Lattenrahmen, in denen höhenverstellbare Leisten verbaut sind. Die einzelnen Leisten lassen sich so anheben, dass der nach vorn gewölbte Bereich der unteren Wirbelsäule, auch Lordose genannt, optimal abgestützt wird. Wichtig ist dabei eine mittelfeste Einstellung. Der Übergang von den Schultern zum Rücken darf nicht zu stark sein.

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Lattenrost einstellen – Betten Ritter hilft

Es empfiehlt sich, im Anschluss die Einstellung des Federholzrahmens mithilfe der Matratze und des richtigen Kopfkissens noch einmal genauer zu überprüfen. Die Wirbelsäule sollte optimal gelagert sein und darf sich nicht durchbiegen. Am besten prüft eine zweite Person den Verlauf der Wirbelsäule. Ist sie noch nicht optimal gelagert, muss nachjustiert werden.

Falls Sie sich unsicher sind, wie individuell Ihr Federholzrahmen verstellbar ist und wie er richtig eingestellt wird, nutzen Sie einfach den freundlichen Außenservice von Betten Ritter, der die optimale Einstellung für Sie auf Wunsch vornimmt.