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Darf der Hund mit ins Bett?

Jeder vierte Hundehalter in Deutschland nimmt seinen Vierbeiner mit ins Bett. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Ob sich Tierfreunde damit einen Gefallen tun, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es gibt einige Pros und wenige, aber entscheidende Contras. Und in letzter Instanz entscheiden einzig Frauchen oder Herrchen darüber, ob der Hund mit ins Bett darf oder die Matratze für die Fellnase tabu bleibt.

Eine Frage der Hygiene

Auf der Suche nach einer gültigen Antwort, steht der hygienische Aspekt stets im Fokus. Fakt ist: Die Vierbeiner tollen Tag für Tag draußen herum – sie rennen über Wiesen, schleichen durchs Gebüsch und wälzen sich im Schlamm. Weiterhin interagieren sie oft mit anderen Hunden und verschiedenen Menschen. Natürlich besteht dabei laufend die Gefahr, krankheitserregende Keime, Zecken oder Flöhe anzuschleppen, die auch für Menschen gesundheitsgefährdend sein können.

Eine Frage der Hygiene
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Hygienemaßnahmen treffen

Aber: Frauchen und Herrchen haben die Möglichkeit, ihren vierbeinigen Liebling mit der fürs Schlafgemach erforderlichen Hygiene „auszustatten“. Hunde, die gut gepflegt sowie zwei- bis dreimal pro Jahr gegen Würmer, Flöhe und Zecken behandelt werden, erfüllen sämtliche hygienischen Voraussetzungen für einen unbedenklichen Aufenthalt im Bett. In Bezug auf die Pflege gilt: Der Hundehalter sollte seinen pelzigen Kumpel täglich bürsten sowie von grobem Schmutz befreien.

Was spricht für den Hund im Bett?

Aus hygienischer Sicht ist es unbedenklich, den Hund unter die Bettdecke mitzunehmen, solange Sie die beschriebenen Maßnahmen regelmäßig und konsequent treffen. Eine gute Nachricht für alle, die das wärmende Fell des Vierbeiners an den eigenen Füßen lieben oder Freude empfinden, auch im Schlafgemach mit dem tierischen Mitbewohner zu kuscheln.

Glücksgefühle für Mensch und Tier

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kuscheln bei Frauchen oder Herrchen sowie auch beim Hund die Ausschüttung von Endorphinen fördert. Die „Glückshormone“ wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus.

Gluecksgefuehle fuer Mensch und Tier
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Was spricht dagegen?

Die Argumente für den Hund im Bett sind gewichtig. Allerdings sollten die Contras nicht außer Acht gelassen werden.

Eigenheiten des Hundes…

Seien Sie sich von Anfang an bewusst: Hunde fallen unmittelbar in Tiefschlaf, wenn sie ihre Augen schließen. Sofort ertönt mehr oder weniger lautes Schnarchen – regelmäßig und gut hörbar. Studien zufolge kann das immer gleichförmige Atmen des Hundes einen Menschen mit Schlafproblemen dabei unterstützen, diese zu überwinden. Es gibt aber auch Personen, die sich durch die Geräusche des Vierbeiners gestört fühlen. Weiterhin schlafen einige Vierbeiner sehr unruhig. Sie drehen sich im Traum oftmals um die eigene Achse, fuchteln wild mit ihren Gliedmaßen und scheinen einfach nie die richtige Schlafposition zu finden.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie hin und wieder einen kleinen Tritt abbekommen. Damit ist mit einem Hund beim Schlafen immer zu rechnen. Das Verhalten lässt sich gut mit dem eines Kleinkindes vergleichen. Nicht zu vergessen, dass Hunde in fortgeschrittenem Alter in olfaktorischer Hinsicht zur Herausforderung werden können.

Kleinkind und Hund im Bett
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Hunde unbekannter Herkunft

Bei Vierbeinern unbekannter Herkunft, die etwa aus Ost- oder Südeuropa adoptiert sind, ist Vorsicht geboten. Mittelmeerkrankheiten wie die Babesiose und die Borreliose haben eine relativ lange Inkubationszeit.

Hundeallergiker

Ein kleiner Exkurs: Die verbreitete Annahme, eine Hundeallergie sei der Unverträglichkeit der Haare geschuldet, ist ein Irrglaube. Nicht die Haare rufen Symptome wie Husten und Niesen, tränende Augen oder Kopfschmerzen hervor, sondern bestimmte Eiweiße. Diese finden sich insbesondere im Speichel, in Hautschuppen und im Talg, den die Hundehaut absondert. Die Eiweiße heften sich oft an die Fellhaare – von hier aus verbreiten sie sich auf Kleidung, Möbeln und in der Umgebung. Das erklärt, weshalb die meisten Menschen an eine Hundehaarallergie glauben.

In jedem Fall sollten Hundeallergiker darauf verzichten, den Vierbeiner auf der eigenen Matratze oder Bettdecke schlafen zu lassen.

Toleranz des Partners

Auch bei Paaren nimmt die Frage, ob der Hund im Bett entspannen darf, viel Raum ein. Wichtig ist, dass sich beide Menschen diesbezüglich einig sind. Fühlt sich ein Partner unwohl mit dem Vierbeiner im Schlafgemach, muss die Fellnase mit ihrem Körbchen Vorlieb nehmen.

Angenommen, die Liebenden kommen überein, dieses Verhalten von Ihrem Hund zu akzeptieren, kann es durchaus sein, dass der Vierbeiner selbst den Frieden stört, weil er sein verehrtes Frauchen oder Herrchen beschützen möchte. Dann drohen eifersüchtige, aggressive Reaktionen. Hunde neigen vor allem dann zu aggressivem Verhalten, wenn sie zwischen zwei Partnern in der Mitte des Bettes liegen – ein absolutes No-Go.

Toleranz des Partners
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Möglichkeit 1 – Ihre Entscheidung: Der Hund darf mit ins Bett

Wenn Ihr Hund die Erlaubnis hat, sie nachts so nahe zu begleiten, müssen Sie zwingend dabei bleiben – ein ganzes Hundeleben lang.

Ein Ja-Wort für die Ewigkeit

Für den Vierbeiner wäre es katastrophal, wenn Sie nach Tagen, Wochen, Monaten oder gar Jahren plötzlich sagen würden: „Im Bett hast du ab sofort nichts mehr verloren.“ Die Folgen könnten verheerend sein – von Verhaltensstörungen bis hin zum vollständigen Zerbrechen der Mensch-Tier-Beziehung. Kurzum: Einmal ja bedeutet immer ja.

Hygienische Vorkehrungen treffen

Treffen Sie die nötigen hygienischen Vorkehrungen. Dazu gehört neben der regelmäßigen Pflege des Hundes sowie der gesundheitlichen Checks und Maßnahmen auch, das Bett so einzurichten, dass es Ihnen und Ihrem Liebling langfristig gute Bedingungen bietet. Setzen Sie unbedingt auf eine hochwertige, widerstandsfähige Matratze am besten mit strapazierfähigem Doppeljersey-Bezug, der sich abnehmen und bei bis zu 60 Grad Celsius waschen lässt.

smartsleeve-waterproof-matratzenschoner

Ergänzend empfehlen wir einen bei hohen Temperaturen waschbaren Matratzenschoner wie den SmartSleeve Waterproof zu nutzen. Weiterhin raten wir, bei der Wahl von Decke und Kissen robuste Lösungen zu bevorzugen. Die Bettwäsche sollte häufiger gewechselt und gewaschen werden. Entsprechend strapazierfähig muss sie sein.

Möglichkeit 2 – Ihre Entscheidung: Der Hund darf nicht mit ins Bett

Entscheiden Sie sich gegen Ihren Hund im Bett, haben Sie die Aufgabe ihm entschlossen, aber auch liebevoll beizubringen, dass er auf Ihrer Matratze, Ihrem Kissen und auch Ihrer Bettdecke nicht erwünscht ist.

Konsequenz

Sie dürfen sich nicht um den Finger wickeln lassen – auch nicht vom süßesten Dackelblick. Bleiben Sie konsequent, ansonsten stören Sie Ihre Beziehung zum Vierbeiner.

Konsequent bleiben
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Dem Vierbeiner die Lust nehmen

Machen Sie das Bett unattraktiv für Ihre Fellnase – zeitweise etwa mit einer Abdeckplane, die Sie als Tagesdecke verwenden. Die glatte Struktur und knisternden Geräusche missfallen Hunden.

Den nächtlichen Spieß umdrehen…

Gemeinhin ist es der Hund, der sein Frauchen oder Herrchen im Schlaf „belästigt“. Drehen Sie den Spieß um: Legt sich der Vierbeiner zu Ihnen, wälzen Sie sich intensiv, ziehen an der Decke, machen sich breit und drängeln ihn unsanft von der Matratze. Bald wird er genervt das Weite suchen.

Ans Hundebett gewöhnen

Gewöhnen Sie Ihren tierischen Liebling schrittweise an sein Körbchen, das – sofern es Sie nicht stört – ruhig neben Ihrem Schlafplatz stehen kann. Immer, wenn er auf Ihre Bettdecke springen will, weisen Sie ihm seinen eigentlichen Platz zu. Nur nicht locker lassen.

Katze und Hund beim Doesen
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Und die Katze…?

Teilen Sie Ihr Zuhause (auch) mit einer Katze, gilt es, die Titelfrage ebenso zu beantworten. Wie bei Hunden ist es beim Stubentiger entscheidend, die hygienischen Voraussetzungen sicherzustellen. Alles Weitere obliegt Ihren Wünschen und Ihrer Nachsicht. Ob Hund oder Katze im Bett – das Teilen der eigenen Matratze mit dem tierischen Freund kann zum kuscheligen Vergnügen werden, ist jedoch häufig auch eine kleine oder größere Herausforderung.