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Wie wichtig ist ein guter Lattenrost für erholsamen Schlaf?

Der Kauf eines Bettes ist eine wichtige Entscheidung, bei der die Qualität des Zusammenspiels der einzelnen Bestandteile beachtet werden sollte. Denn das ist ein entscheidendes Kriterium für den Schlafkomfort. Dabei nimmt auch der Lattenrost – der häufig wenig beachtet wird – eine große Bedeutung ein.

Gut funktionierendes Schlafsystem als grundlegendes Element für erholsamen Schlaf

Die nächtliche Ruhephase dient der Regeneration des Körpers. Wenn wir jedoch keine stabile Lage einnehmen können, da uns eine Unterstützung seitens unseres Bettes fehlt, führt das auf Dauer zu Rückenschmerzen und Wirbelsäulenproblemen. Dadurch wird das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt. Mattheit und Müdigkeit können weitere Folgen sein. Häufig werden die Gründe für schlechten Schlaf allein auf die falsche Schlafunterlage geschoben, doch auch gute Matratzen können nicht helfen, wenn die anderen Bettkomponenten nicht stimmen.

Die Kombination macht das Gesamtergebnis aus und dazu gehört auch der Lattenrost. Gute Modelle unterstützen die natürliche Körperhaltung.

Die Aufgaben eines Lattenrostes

Beim Lattenrost handelt es sich um den Teil des Bettes, auf dem die Matratze aufliegt und von ihm gehalten und gestützt wird. Gleichzeitig ist er für eine gute Luftzirkulation verantwortlich, die notwendig ist, um das Bett gut zu belüften und Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden.

lattenroste

Schließlich verliert ein Mensch während der Nacht durchschnittlich bis zu einem halben Liter Flüssigkeit, die teilweise von der Matratze aufgenommen wird. Außerdem unterstützt der Bettrost dabei, den Körper orthopädisch gerecht zu lagern, damit die Wirbelsäule entlastet werden kann.

Wie sollte der Rost aufgebaut sein?

Die Leisten

Eine hohe Anzahl an Leisten, die auch häufig Querleisten genannt werden, wirkt sich immer positiv auf den Schlafkomfort aus. Die Rostleisten bestehen in der Regel aus Holz oder Fiberglas. Mit einer höheren Leistenanzahl kann der Lattenrost außerdem punktgenauer und flexibler auf den Druck des Körpers reagieren. Sinnvoll ist in Abhängigkeit von der Länge des Modells eine Leistenzahl zwischen 25 und 50. Für Menschen mit einem sehr hohen Körpergewicht sollte ein Rost über noch mehr Federholzleisten verfügen, um das Gewicht adäquat aufnehmen zu können. Wichtig ist ebenso ihr Abstand. Dieser sollte nicht zu groß sein, damit die Matratze nicht durchdrückt. Einen Abstand von 4 bis 5 Zentimetern sehen Experten als optimal an. Neben Anzahl und Abstand ist auch die Lagerung der Querleisten wichtig. Flexible Kautschuk- oder Gummikappen, die die Federwirkung der Leisten verstärken und die Anpassungsfähigkeit des Lattenrostgestells ermöglichen, sind unflexiblen Kappen vorzuziehen.

Fiberglasroste

Die Zonen

Oftmals verfügen Lattenroste über mehrere Zonen und sollten der Schlafunterlage angepasst werden. So ist zum Beispiel ratsam bei Nutzung einer 7-Zonen-Matratze, einen 7-Zonen-Rost zu verwenden. Damit bilden die wichtigsten Elemente eines Bettes ein perfektes Duo, dessen Einzelteile sich gegenseitig positiv beeinflussen. Bedeutsame Zonen sind zum Beispiel die Schulterkomfortzone und die Mittelzonenverstärkung. Letzteres verfügt über eine Verstellmöglichkeit, um die Härte der Leisten im unteren Rückenbereich und im Beckenbereich zu verändern.

Sympathica Comfort N Lattenrost

Dafür sind Schieber angebracht, mit deren Hilfe bestimmte Zusatzleisten aktiviert werden, um die Härte von weich nach fest einzustellen.

Gerade im Beckenbereich ist eine effektive Abfederung enorm wichtig, um erholsam und entspannt schlafen zu können. Eine optimale Einstellung der Mittelzonenverstärkung ist bei Rücken- und Bauchschläfern ebenso wichtig wie bei Seitenschläfern.

Die Schulterkomfortzone kann nicht eingestellt werden. Dafür besteht sie aus besonders gut abfedernden und flexiblen Leisten, die eine entspannende Absenkung der Schultern bewirken. Damit ist gewährleistet, dass die Wirbelsäule in diesem Bereich nicht abknicken kann. Die natürliche S-Form der Wirbelsäule wird auch beim Schlafen in Seitenlage unterstützt.

Das Mittelband

Das Mittelband ist ein dehnbares Textilband, das sich von oben nach unten durch das Lattengestell zieht und alle Leisten miteinander verbindet. Es ist für eine hohe Körperanpassungsfähigkeit zuständig und leitet den Druck, der auf die Latten einwirkt, jeweils an die nächste Leiste weiter. Damit verhindert das Band, dass einzelne Querleisten einem zu hohen Druck ausgesetzt sind und zu stark nach unten federn. Optimale Stützung des Körpers ist gegeben.

Welcher Lattenrost für welche Matratze?

Nicht jeder Federholzrahmen ist für jede Matratze geeignet. Lattenroste untergliedern sich in verschiedene Varianten, und zwar in nicht verstellbare, manuell verstellbare und elektrisch verstellbare Roste. Weiterhin gibt es Tellerroste und Rollroste.

Starrer Lattenrost

Die nicht verstellbare Variante ist zum Beispiel für Federkern-, Tonnentaschenfederkern- oder auch Bonellfederkernmatratzen gedacht. Die Federn in diesen Matratzenarten dürfen nicht verbogen werden, damit sie ihre positiven Eigenschaften für guten Schlaf beibehalten. Sie sind auch viel zu starr, um sich dem Bettrost anzupassen. Deshalb bedürfen sie eines einfachen Modells, das nicht verändert werden kann. Ebenso können Kaltschaummatratzen verwendet werden.

Lattenrost MY 1800R starr

Manuell verstellbarer Bettrost

Mit dieser Ausführung kann die gewünschte Liegeposition manuell verstellt werden. Für alle Latex-, Kalt- und Viscoschaummatratzen ist solch ein Lattenrost die optimale Wahl. Meist sind sowohl der Kopfteil als auch der Fußteil individuell justierbar. Der Rost hat allerdings gegenüber der motorisierten Alternative den Nachteil, dass die Liegeposition nicht aus dem Bett heraus veränderbar ist.

Lattenrost MY 1800R 2-motorig

Elektrischer Lattenrost

Ein elektrisches Lattenrostsystem ist die höchstentwickelte Bauart dieser Bettkomponente. Mit ihm können auf sehr komfortable Art und Weise mithilfe eines Motors verschiedene Einstellungen für gewünschte Liegepositionen vorgenommen werden. Es gibt 2-, 3- und 4-motorige Varianten. Zu den hochwertigsten Versionen gehören diejenigen mit 4 Motoren, wie es sie beispielsweise von der renommierten Marke Swissflex gibt. Damit sind mehrere Einstellungen der verschiedenen Körperzonen möglich. Diese Variante ist ebenso für alle Latex-, Kalt- und Viscoschaummatratzen geeignet.

Motorisierte Roste

Rollrost

Der Rollrost besitzt lediglich die Aufgabe, die Matratze zu tragen und zu belüften. Sein Vorteil ist es, dass er einfach zusammengerollt werden kann, da ihm der stabilisierende Rahmen fehlt. Damit dieser Lattenrost leicht transportierbar und für alle Schaummatratzen geeignet. Da die Querleisten hier allerdings nicht so flexibel sind, ist ein Rollrost nur temporär zum Schlafen zu empfehlen – etwa beim Gästebett, dass nur ab und an aufgebaut wird.

Rollroste

Tellerrost

Ein Tellerrost ist eine hochwertige und leistungsfähige Alternative zu einem einfachen Federholzrahmen. Seine tellerförmigen Federelemente, die in einem Dreipunkt angebracht sind, bestehen meist aus elastischem Kunststoff. Damit sind sie in der Lage, sich bei Druck von oben in alle Richtungen zu bewegen und dem Körper perfekt anzupassen. Einige Modelle sind komplett mit Tellermodulen ausgestattet, andere nur partiell.

Tellerroste können je nach Modell elektrisch oder manuell verstellbar sein.

Sein Potenzial entfaltet dieser Lattenrost am besten, wenn er und die auf ihm liegende Matratze über gleiche oder ähnliche Komforteigenschaften verfügen. Zum Beispiel sind eine Mehrzonenmatratze und ein Mehrzonentellerrost oder ein normaler Tellerrost und eine Viscomatratze eine gute Kombination.

Tellerroste

Guter Schlaf mit dem richtigen Lattenrost

Guter Schlaf kann sich erst durch die richtige Kombination von Bettrost und adäquater Matratze einstellen. Beide Komponenten müssen zusammenpassen. Eine perfekte Abstimmung aufeinander fördert die ideale Nachtruhe und sorgt dafür, dass Sie am nächsten Morgen munter in den neuen Tag starten.