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Das richtige Kissen

« Wie das Kopfkissen der Wirbelsäule hilft »

Ein Bett ist ohne Kopfkissen kein richtiges Bett. Erst durch es wird der Komfort abgerundet und ein gesunder Schlaf möglich gemacht. Doch welche Eigenschaften muss das richtige Kissen erfüllen, damit ein erholsamer Schlaf gewährleistet wird? Natürlich, es soll zum Wohlfühlen einladen, den Nacken stützen und viele weitere Punkte erfüllen. Welche das sind und wie sich Kissen unterscheiden erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Aufgaben eines guten Kopfkissens

Aus der Sicht des Nutzers muss das richtige Kissen schön kuschelig sein und für Wohlbefinden im Bett sorgen. Aus orthopädischer Sicht muss ein Schlafkissen die empfindliche Halswirbelsäule so unterstützen, dass die Wirbelsäule ihre Doppel-S-Form während des Liegens beibehält. Es muss sich dem Hals anpassen und darf nicht unter den Schultern liegen, sondern soll nur den Nacken und Kopf stützen. Außerdem muss das richtige Kopfkissen Feuchtigkeit, die der Mensch in der Nacht abgibt, rasch von der Hautoberfläche wegtransportieren können. Wird der nächtliche Schweiß nicht abtransportiert, verdunstet er und die Haut kühlt ab. Dadurch ziehen sich die Muskeln zusammen und am Morgen ist mit Nackensteifigkeit zu rechnen. Ganz wichtig ist, dass das richtige Kissen eine Überstreckung der Halswirbelsäule vermeidet und für eine entspannte Kopfhaltung sorgt.

Die Aufgaben eines guten Kopfkissens
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Wichtige Kriterien für den Kopfkissenkauf

Kopfkissen muss zur Matratze passen

Es ist sehr wichtig beim Kauf eines Kissens die Eigenschaften der verwendeten Matratze zu kennen, denn für die Höhe ist die Einsinktiefe des Körpers in die Matratze von großer Bedeutung. Ist das Schlafkissen zu hoch, wird der Halswirbel überdehnt. Ist es hingegen zu niedrig, wird der Kopf nicht ausreichend gestützt und Verspannungen können sich verstärken. Nackenverspannungen entstehen jedoch auch bei fehlender oder unzureichender Schulterzone in der Matratze.

Gute Atmungsaktivität und Hygiene sind sehr wichtig

Feuchte Schlafkissen sind unhygienisch. Ein gutes Kissenmodell muss atmungsaktiv sein. Feuchtigkeit aufnehmen und diese wieder an die Umgebung abgeben können. Viele Modelle sind mittlerweile mitsamt ihrer Füllung waschbar und setzen damit hohe Hygienestandards.

Auf die richtige Kissenfüllung achten

Es gibt verschiedene Kissenfüllungen: lose Füllungen und Formkerne aus Schaumstoff. Personen, die gerne mit ihrem Kopfkissen kuscheln und knuddeln, bevorzugen lose Füllmaterialien. Lose Füllungen haben den Vorteil, dass ihre Menge bei füllbaren Kissen sehr individuell angepasst werden kann. Mehrteilige Formkerne eignen sich ebenso zur individuellen Höhenanpassung.

Lose Füllungen

Federn und Daunen:

Daunen- und Federkissen

Daunen sorgen für Weichheit und Federn für die Stützkraft. Das bedeutet, je höher der Anteil an Federn im Daunenkissen ist, desto fester wirkt es insgesamt. Einige Modelle bestehen aus einem 3-Kammer-System, wodurch die Stützkraft noch erhöht wird. Aufgrund des wärmenden Effekts der Federn und Daunen ist dieses lose Füllmaterial für schnell frierende Personen geeignet sowie für Personen, die sich eine hohe Bauschkraft wünschen.

Tierhaare:

Dazu zählen zum Beispiel Kamelflaumhaar, Rosshaar und Schafschurwolle. Kamelflauschhaar und Schafschurwolle sind sehr weich und anpassungsfähig, Rosshaar hingegen sehr fest. Alle Naturhaare zeichnen sich jedoch durch einen guten Transport von Feuchtigkeit aus. Daher ist diese Kissenfüllung für Menschen geeignet, die im Bereich des Kopfes nachts stark schwitzen oder viel Wert auf Naturmaterialien legen.

Füllwatte:

Falls echte Mikrofaser für die Füllwatte verwendet wird, ist die Füllung sehr leicht. Die Watte wird meist zu einem Vlies verarbeitet, damit keine Verklumpungen entstehen. Die natürlichste Variante ist Lyocell. Die günstigste Variante ist eine Watte aus Polyester. Das Material sorgt für eine hohe Bauschkraft. Wattefüllungen sind für Personen geeignet, die kuschelige Schlafkissen bevorzugen und weich liegen möchten. Modelle mit Wattefüllungen lassen sich gut zusammendrücken und formen.

Auf die richtige Kissenfuellung achten
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Schaumstoffflocken:

Je nach Material weist diese Kissenfüllung unterschiedliche Eigenschaften auf. Schaumstoffflocken oder Schaumstoffstäbchen sind zum Beispiel für Personen geeignet, die schnell schwitzen. Dank der Hohlräume zwischen den Flocken oder Stäbchen wird das Kissen gut belüftet.

Hirse und Dinkel:

Dinkel und Hirse bieten ein anpassungsfähiges, aber festes Liegegefühl und wärmen gut. Die Füllungen gelten als gute Alternative zu Naturhaarfüllungen und sind für Menschen geeignet, die natürliche Materialien bevorzugen. Für Nackenstützkissen eignen sie sich eher weniger gut.

Hohlfaserkugeln:

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Kügelchen aus Hohlfasern wirken je nach Füllmenge sehr voluminös. Da sie die Feuchtigkeit sehr gut ableiten können und auch sehr gut isolieren, sind sie für schnell schwitzende Personen mit gleichzeitigem Wärmebedarf gut geeignet. Darüber hinaus ist die Füllung waschbar und somit ideal für Allergiker.

Formkernmaterialien

Latex:

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Das Material ist sehr weich und passt sich der Kopf- und Nackenpartie gut an. Die offenporige Schaumstruktur sorgt für ein gutes Feuchtigkeitsmanagement.

Viscoschaum:

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Der druck- und temperaturempfindliche Schaum sorgt für eine hohe Druckentlastung und sehr gute Stützwirkung.

Gelschaum:

Das Material verfügt über dieselben Eigenschaften wie der Viscoschaum, ist jedoch nicht von der Temperatur abhängig. Personen, die sich nachts häufig drehen und ein fast schwereloses Liegegefühl bevorzugen, sollten zu diesem Material greifen. Außerdem sorgt der Gelschaum dank seiner hohen Atmungsaktivität für ein sehr gutes Schlafklima im Kopfbereich. Damit kann wohl jede Person auf diesem Material gut und gesund schlafen.

Kissenart muss zum Körper und zur Schlafposition passen

Nicht jede Person kann auf einem normalen Schlafkissen gut schlafen. Welche Kissenart einen Menschen gesund und entspannt einschlafen lässt, ist unter anderem abhängig von der jeweiligen Schlafposition.

Besondere Kissenarten

Nackenstützkissen:

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Nackenkissen werden meist mit elastischem, atmungsaktivem Viscoschaum, mit Gelschaum, Naturhaaren oder Faserkugeln gefertigt. Ein gutes Nackenstützkissen verhindert, dass die Wirbelsäule im Halsbereich überstreckt wird oder abknickt. Manche Modelle lassen sich dank herausnehmbarer Schaumstoffplatten in der Höhe verstellen oder mit losen Füllungen individuell bestücken.

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Einige Nackenkissen weisen zusätzlich zum viscoelastischen Effekt eine aufwendige Schnitt-Technik auf, wie zum Beispiel das Modell Relax Gelax von Centa-Star. Dank zwei in sich drehbarer Schaumkerne, die zusammen oder einzeln nutzbar sind, lässt sich das Modell in der Höhe individuell anpassen, sodass Bauch- und Wechselschläfer darauf schlafen können.

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Manche Nackenkissen wie das TEMPUR Millenium Schlafkissen sind so geschnitten, dass sie den Schulterkontakt zum Kissen enger gestalten und damit in der Nacken- und Halspartie für druckentlastenden Komfort sorgen. Das Nackenstützkissen ist besonders gut für Rückenschläfer geeignet. Aber auch Seitenschläfer können darauf gut schlafen. Ebenso ist das Cervical NB2 Nackenstützkissen von Dormabell für Rücken- und Seitenschläfer gut geeignet.

Naturhaar- und Naturfaserkissen:

Im Vergleich zu Feder- und Daunenkissen verhindern Naturhaarkissen einen übermäßigen Wärmestau. Deshalb sind sie für Menschen gut geeignet, die viel schwitzen. Darüber hinaus lassen sich diese Schlafkissen leicht in Form bringen und bieten mehr Stützwirkung als ein herkömmliches Kopfkissen. Ebenso bieten Naturfasern wie Seide, Baumwolle und Kapok eine gute Stützkraft.

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Weit verbreitet sind auch Zirbenflocken, deren Duft an Wald und Urlaub in den Bergen erinnert. Zum Beispiel befinden sich im Original Zirben Schlafkissen der Zirbenfamilie eine Kombination aus Schafwollkügelchen und Zirbenflocken, die für Entspannung und Wohlbefinden sorgt. Wer gesund schlafen möchte, findet in diesem Modell einen traumhaften Begleiter. Naturhaar- und Naturfaserkissen sind je nach Höhe für alle Schlafpositionen geeignet.

Daunen- und Federkissen:

Im Vergleich zu Kunstfasern bieten diese Kissen eine höhere Wärmeleistung und sind darüber hinaus noch anschmiegsamer, weicher und leichter.

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Manche Modelle wie das Dormabell Trio-Kopfkissen verfügen über mehrere Kammern. Für eine gute Stützkraft und die Stabilisierung der Kopfposition befinden sich Federn in der inneren Kammer. In der äußeren Kammer sind hingegen weiche, kuschelige Daunen eingenäht. Das richtige Kissen für Bauchschläfer ist ein flaches Daunenkissen.

Technogel® Kissen:

Ein Gelkissen mit Technogel®, wie zum Beispiel das Original Technogel Anatomic Curve Kopfkissen erinnert optisch an ein Bauteil für ein Raumschiff. Dank seines kompakten, ergonomischen Designs, schmiegt es sich als Nackenstützkissen wunderbar um die Schultern. Damit wird ein Wegrutschen vermieden und der Kopf kann sich gut in die Konturen einpassen.

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Durch die wabenähnliche Anordnung der Gelpads wird der Druck des Kopfes sehr gut über die Kissenfläche verteilt. Dieses Modell ist für Seiten- und Rückenschläfer, die beim Schlafen Schwierigkeiten haben, die perfekte Schlafposition zu finden, das richtige Kissen.

Lassen Sie sich ausführlich beraten

Das richtige Kissen zu finden, ist nicht immer so einfach. Im großen Fachgeschäft oder im Onlineshop von Bettenritter können Sie gerne eine umfassende Beratung in Anspruch nehmen.

Am besten schauen Sie sich zuvor noch einmal die entsprechenden Eigenschaften Ihrer aktuellen Matratze an. Nur in Kombination mit ihr lässt sich das richtige Kopfkissen finden.